Charakter und Körperbau des Beagle resultieren aus einer viele Jahrzehnte dauernden Rassegeschichte. Der Beagle wurde (und wird auch heute noch) als leiner Meutehund zur Jagd eingesetzt und weist daraus resultierend spezielle Wesenszüge auf. auch von der körperlichen Konstitution muss er der Aufgabe langer Verfolgungsjagden gewachsen sein. Beagle sind sozial verträglich und anderen Hunden, besonders der eigenen Rasse gegenüber, offen.
Der Standard beschreibt den Beagle als einen fröhlichen, aufgeweckten Hund, ohne Anzeichen von Angriffslust und Ängstlichkeit - gute Eigenschaften, die auch ein Familienhund haben sollte.Er ist ein ausgesprochen freundlicher Hund, der Fremde sicher durch Bellen anzeigten wird, als Wach- oder Schutzhund ist er aber nicht geeignet. Fremden gegenüber ist er evtl. etwas misstrauisch gegenüber wird sie aber dennoch freundlich begrüßen. Die, dem Beagle zugesprochene Dickköpfigkeit, zeichnet sich durch die Fähigkeit aus selbstständig zu handeln und sein Ziel zu verfolgen. Einer, einmal mit seiner feinen Nase aufgenommenen Fährte wird unerschrocken gefolgt, schließlich wurde der Beagle über 500 Jahre auf diese Leistung hin gezüchtet.
Der Beagle braucht eine feste soziale Struktur in seiner Familie in der ihm klar seine Grenzen gezeigt werden müssen. Er muss wissen, an welcher Stelle er in der Hierarchie steht. Soziale Kontakte sind wichtig, der Beagle darf niemals als Zwingerhund gehalten werden. Konsequenz in der Erziehung und die Intelligenz des Beagles machen ihn zu einem gelehrigen Schüler. Er wird seine Jagdleidenschaft jedoch nie ganz verlieren, darauf muss sich jeder Beaglebesitzer einstellen. Immer häufiger wird der Beagleinzwischen zum Spürhund ausgebildet und sucht u.a. nach Rauschgift, Sprengstoff und anderen Substanzen. Als Familienhund wird er begeistert Such- und Fährtenspiele erlernen und kann auch so seinem Jagdtrieb etwas nachgehen.
Körperbau/Erscheinungsbild des Beagles:
Das allgemeine Erscheinungsbild zeigt einen robusten, kompakten Hund, der den Eindruck von Qualität vermittelt, ohne grob zu wirken. Die Größe eines ausgewachsenen Beagles liegt zwischen 33 und 40 cm. Kopf und Schädel sind von mäßiger Länge, kraftvoll aber nicht grob und ohne Hautfalten. Der Kopf der Hündin ist deutlich feminin. Der Oberkopf ist leicht gewölbt mit sichtbarem Hinterhauptbein. ein deutlich ausgeprägter stopp halbiert die Strecke Nasenspiegel und Hinterhauptbein. Der Fang hat eine angemessene Belefzung und läuft keinesfalls spitz zu. Der vorzugsweise schwarze, breite Nasenspiegel hat gut geöffnete nasenlöcher. Bei insgesamt helleren Hunden kann de Pigmentierung des Nasenspiegels auch schwächer sein. Die Augen sind haselnuss- bis dunkelbraun und groß im Verhältnis zum Kopf und geben dem Beagle einen sanften und freundlichen Ausdruck - diesem besonderen "Beagleblick" in bestimmten Situationen zu widerstehen muss jeder Beaglebesitzer sicher lernen ;-) Die Ohren (Behang) sind lang und nach unten abgerundet. Sie sind nicht zu dünn aber auch auf keinen Fall fleischig und setzen tief, etwa auf Augenhöhe am Kopf an. Das Gebiss zeigt kräftige Kiefer. Die obere Schneidezahnreihe greift nahtlos über die Untere. Der leicht gebogene und kräftige Hals ist ausreichend lang um dem Hund seine Arbeit an der Spur, auch über längere Zeit, ohne Mühe zu ermöglichen. Das Gebäude (Rumpf) zeigt eine gerade, waagerecht zum boden verlaufende Rückenlinie. Der gut gewölbte Brustkorb reicht bis zum Ellenbogen und gibt den großen Lungen und dem Heren genügend Platz. Die Vorderhand steht gerade und senkrecht, die Knochen werden zu den Pfoten nicht schlanker. Die Hinterhand hat muskulöse Schenkel, ein gut gewinkeltes Knie und parallel zueinander stehende feste, tiefe Sprunggelenke. Die Pfoten sind gut geschlossen mit kräftigen Ballen und kurzen Nägeln. Die gut behaarte Rute ist mittellang, hoch angesetzt und wird senkrecht getragen. Typisch ist die weiße Rutenspitze. Der Beagle hat ein kurzes, dichtes und wetterbeständiges Haarkleid (Stockhaar) mit Unterwolle. Als Einzelfarben sind beim Beagle weiß, schwarz und alle Brauntöne außer Leberbraun zugelassen. (das gen für Leberbraun scheint für versch. erbdefekte mitverantwortlich zu sein). Der Beagle kann in seiner Gesamtfärbung drei- oder zweifarbig sein. Die Haare können in sich einfarbig weiß, schwarz oder braungetönt sein. Aber auch in sich mehrfarbige Haare sind möglich, hier spricht man von "pied". Die mehrfarbigen Haare vermitteln den Eindruck eines melierten Haarkleids. Daraus ergibt sich eine Vielfalt an verschiedenen endgültigen Färbungen des Beagles.